Thomas Ernst, Gitarrist. Marc Allen, Sänger. Walter Jahnes, Kontrabassist. Stellan Bergert, Saxophonist. Joachim Berenbold, Pianist. Oliver Bauer, Schlagzeuger.

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...... Geschichte des Jazz


(zusammengetragen von Walter Jahnes)

Der Ursprung des Jazz liegt in den immer spontanen Arbeitsgesängen in der Sklavenzeit. In NEW ORLEANS begünstigt die Lebenslust und „Tanzwut“ und das tolerante Zusammenleben der Rassen die Entstehung von Dutzenden von Blaskapellen weit vor 1900. Wichtig war dabei das rhythmische Konzept, nicht das Solospiel. In der instrumentellen Ausstattung gab es keine Normen, alle Blas- und Saiteninstrumente wurden gespielt. Nach 1900 wurde diese Musik auch über NEW ORLEANS hinaus bekannt und begehrt: NEW-ORLEANS-STIL.
Die Zeitenwende, eingeleitet durch den Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg, spornte die Musiker aus der bisher konventionellen Stilistik zu immer freierer Spielweise an. Der Beginn der Tonaufzeichnung rief eine Standardisierung hervor, denn Musiker, die sich vorher nie begegnet waren, konnten sich jetzt hören. Damit war es mit dem vorher „lokalen“ Charakter des Jazz vorbei.
Mitte der 20er Jahre erlebte der Jazz in CHICAGO eine kurze Blüte. Das wirtschaftliche Zentrum lockte damals viele schwarze Musiker aus dem Süden an. Hier verlor die Jazzmusik durch die jetzt häufigen Plattenaufnahmen die ursprüngliche Beziehung zum Tanz und wurde eine eigenständige Kunstform. Nach der Verschlechterung der Existenzbedingungen mit Ende der Prohibition und Beginn der Weltwirtschaftskrise entstand in NEW YORK ein neues Jazzleben mit komplexer stilistischer Differenzierung des Jazz. Der SWING-STIL kam auf. Der legendäre Höhepunkt war das CARNEGIE-HALL-CONCERT von 1938 mit BENNY GOODMAN. Verschiedene kommerzielle Schwierigkeiten leiteten vor 1950 das Ende der Swingbands und das Ende der Ära ein.
Kurz bevor war in NEW YORK der BE-BOP mit seinem wohl bekanntesten Musiker CHARLIE PARKER entstanden. Die jetzt auch neue Blüte des amerikanischen Schlagers mit FRANK SINATRA, DORIS DAY und vielen anderen, übernahm viele Stilelemente des Jazz und lies daraus die breite MAINSTREAM-SCENE entstehen.
In den frühen 50er Jahren kamen die Begriffe des COOL- und WEST-COAST-JAZZ auf: „JAZZ GOES TO COLLEGE“. Kurz danach entwickelte sich fast parallel und wenig bemerkt in NEW YORK die Stilrichtung des HARD-BOP. Während die beiden vorgenannten Stilrichtungen kommerziell erfolgreich waren, sich aber nicht weiterentwickelten, ging die „Blüte“ des HARD-BOP weiter, seine Musiker „fusionierten“ viele seiner Elemente zu FUSION, SOUL, FUNK, R&B, BOSSA NOVA.
Mit dem Aufkommen von Synthesizern, elektronischen Musikinstrumenten, handlichen Sample- und Aufnahmegeräten gibt es keine scharfe Grenze mehr zwischen Jazz und POPULÄRER MUSIK. Alle Musiker spielen in allen Genres, kreuz und quer, auch aus wirtschaftlichen Gründen. Zitat von RAY CHARLES:
„Wenn es dir nur um die reine Seele der Musik geht, dann ist immer richtig, was du machst.“



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